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Nicht alle ziehen mit |
| CSU-Ortsverein distanziert sich von Bürgerforum |
| Nicht alle ziehen mit |
Weißenohe rüstet sich gegen die ungebetenen Gäste aus der rechten Szene am Wochenende. Doch nicht alle Bürger scheinen mitziehen zu wollen. In einer Pressemeldung distanziert sich der CSU-Ortsverein vom Gräfenberger Bürgerforum. Hintergrund sei die «Einladung» von Antifa-Aktivisten zu den Gegenveranstaltungen, schreibt der Ortsvereinsvorsitzende Dieter Körzendörfer in einer Pressemeldung.
WEISSENOHE - «Kontraproduktiv» seien die Aussagen von Körzendörfer, sagt Karin Bernhart vom Bürgerforum. Während der Bürgerversammlung am Montag habe sich der CSU-Ortsvereinsvorsitzende ähnlich geäußert, habe jedoch von den Anwesenden kaum Zuspruch erhalten.
Das Bürgerforum habe eine breite Unterstützer-Front hinter sich, freut sich Bernhart. Auch wenn sie politisch völlig anders denken, befürworten die meisten die Einbeziehung der Antifa. «Wir haben das bei 25 Veranstaltungen in Gräfenberg so gemacht und alle liefen friedlich ab», sagt sie und begründet: Nur so habe man Kontrolle über den «schwarzen Block». «Wenn wir sie nicht einbeziehen, lassen wir die Antifa-Aktivisten in einem rechtsfreien Raum, dann haben wir gar keinen Einfluss mehr auf sie.»
Unterdessen wird hinter den Türen von Landratsamt und Polizei intensiv darüber diskutiert, wie die unliebsame Versammlung und die Gegenaktionen in Weißenohe in einem friedlichen Rahmen gehalten werden können. Neben den rund 300 Neonazis ist mit mindestens ebenso vielen Polizisten und über 500 Gegendemonstranten zu rechnen.
In Anbetracht dessen werden im Landratsamt gerade eine Gefahrenprognose und ein Sicherheitskonzept erarbeitet. «In Gräfenberg können wir uns auf Erfahrungen stützen, in Weißenohe nicht. Wir müssen unsere Arbeit auf eine ganz neue Grundlage stellen», erklärt Jürgen Kupfer, der beim Landratsamt für Sicherheitsangelegenheiten zuständig ist.
Häuser unter Polizeischutz
Am gestrigen Abend diskutierten Vertreter von Landratsamt, Polizei, der Gemeinde Weißenohe und dem Bürgerforum die ersten Ergebnisse der Analysen. Dabei stand auch fest, dass die Anwesen von Karin Bernhart und Michael Helmbrecht, beide Sprecher des Bürgerforums, das gesamte Wochenende unter Polizeischutz gestellt werden. Hintergrund: Unmittelbar an das Grundstück des Hauses, in dem die beiden Familien leben, grenzt das Klostergelände, wo die Rechten ihren «Familientag» abhalten wollen.
«Die Neonazis versuchen gezielt, uns und unsere Familien einzuschüchtern», sagt Bernhart. Sie und Helmbrecht appellieren daher nochmals an alle Bürger und «VIPs», an der Gegenveranstaltung am Samstag teilzunehmen. Los geht es um 13 Uhr am Bauhof. JANA SCHNEEBERG |
| 5.6.2008 |
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NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, FORCHHEIM, EBERMANNSTADT |
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